Ein Besuch bei der Trimet / Hydro Aluminium

Veröffentlicht am 1. September 2009

IMG_1424Zwischen Finkenwerder und Altenwerder liegt einer von Hamburgs wichtigsten Industriestandorten: Trimet / Hydro Aluminium. Auf dem Gelände nahe der Alten Süderelbe wird hier Aluminium geschmolzen, legiert und gewalzt. Pro Jahr liefert Hydro Aluminium etwa 160.000 Tonnen gewalztes Aluminium aus, woraus zum Beispiel Folien, Karosserieteile und Wärmetauscher hergestellt werden. Am 31. August hatte ich Gelegenheit, das Unternehmen erneut zu besuchen und dabei auch zu besichtigen.

Nach einem herzlichen Empfang durch Geschäftsführung und Betriebsrat und einem Gespräch zur Lage der Leichtmetallindustrie im Allgemeinen und Trimet / Hydro im besonderen ging es auf zu einer Werksbesichtigung. Es ist beeindruckend, geschmolzenes Aluminium in riesigen Tiegeln sehen zu können, die starken Magnetfelder der Elektrolyseöfen (Bankkarten sind aus diesem Grunde in die entsprechenden Halle nicht mitzunehmen) anhand von auf der Handfläche tanzenden Büroklammern zu beobachten und die gewaltige Maschinerie der Walzanlage in Aktion zu sehen. In nur wenigen „Stichen“ wird aus einem riesigen Block massiven Aluminiums ein meterlanges Blech und dieses in wenigen Minuten aufgerollt.

IMG_1417Von mehreren Mitarbeitern wurde mir berichtet, wie stolz sie auf die hier geleistete gemeinsame Arbeit seien. Das 1972 eröffnete Werk zum Warm- und Kaltwalzen von Aluminium in Hamburg gehört seit 2002 zu Hydro und wurde mit Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro rundum erneuert. Bei der „Wiedereröffnung“ wurde fast die gesamte angestammte Belegschaft wieder eingestellt, darunter viele ältere Kollegen, die für ihre jahrzehntelange Erfahrung besonders geschätzt werden. Natürlich bildet das Unternehmen auch junge Berufsanfänger aus. Insgesamt beschäftigt Hydro in Hamburg etwa 640 Mitarbeiter.