1. Mai 2010: Gemeinsam für starke Arbeitnehmerrechte

Veröffentlicht am 30. April 2010
1. Mai 2010: Gemeinsam für starke Arbeitnehmerrechte

Fairness auf dem Arbeitsmarkt

Der 1. Mai 2010 steht immer noch unter dem Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Krise ist nicht vorbei. Wir brauchen weitere Impulse für Investitionen, nachhaltiges Wachstum und die Sicherung von Beschäftigung. Dafür tun CDU/CSU und FDP zu wenig.

Es war kluge sozialdemokratische Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, die schlimmere Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt bislang verhindert hat – über gezielte Investitionen zur Stützung der Konjunktur und die Ausweitung der Kurzarbeit.

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„Wachstumsbeschleunigungsgesetz“

Veröffentlicht am 31. Januar 2010

Das sogenannte „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ der schwarz-gelben Bundesregierung droht, die seit langem ohnehin desolaten Haushalte der Städte und Gemeinden völlig zu überlasten. So würde das Gesetz, laut einer aktuellen Stellungnahme der kommunalen Spitzenverbände, die „ohnehin sehr eingeschränkten Möglichkeiten der Kommunen zur Sicherstellung der kommunalen Daseinsvorsorge weiter beschneiden“. Im Klartext heißt das: Die Kommunen werden aufgrund des neuen Gesetzes künftig deutlich weniger Geld zur Verfügung haben, um damit Kindergärten, Jugendhäuser, Schwimmbäder, Turnhallen, die Stadtreinigung, eine bürgernahe Verwaltung und ähnliche Dienstleistungen zu finanzieren. Die Vertreter der Städte und Gemeinden stellen sich daher deutlich gegen das neue Gesetz und warnen, dass die „mit dem geplanten Wachstumsbeschleunigungsgesetz verbundenen Einnahmenausfälle für die kommunale Ebene die Situation weiter verschlechtern und nicht verkraftbar sind“.

Wenn die schwarz-gelbe Bundesregierung mit ihrem Gesetz die Haushalte der Städte und Gemeinden ruiniert, dann bekommen das die Menschen unmittelbar zu spüren. Ein solches Gesetz gegen die ausdrückliche Empfehlung der kommunalen Vertreter zu beschließen, ist ein schwerer politischer Fehler.

Downloads: Stellungsnahme als PDFTabelle der SPD-Bundestagsfraktion

Lesetipp Tagesspiegel: Falschspiel im Amt

Veröffentlicht am 12. Januar 2010

Der Vizekanzler verspricht Steuersenkungen, verweigert aber Angaben über die dafür nötigen Ausgabenkürzungen. Der Finanzminister kündigt an, die Verschuldung zurückzufahren, sagt aber nicht, wem er das Geld wegnehmen will. Ihre christsozialen Partner aus München behaupten, Sparen sei gar nicht nötig. Und über dem Spektakel thront eine entrückte Kanzlerin, die zu den Niederungen der maroden Staatsfinanzen lieber gar nichts mehr sagt.

So erweisen sich die Akteure der christliberalen Regierungskoalition inzwischen in einem Maße als unseriös, das selbst die gelernten Zyniker beim Bundesrechnungshof erschüttert.

Das begann bereits mit dem kürzlich beschlossenen acht Milliarden Euro schweren Steuerentlastungsprogramm. Da verliehen die Realitätsverweigerer im Amt einer Lüge Gesetzeskraft, indem sie die Steuernachlässe für ihre Klientel zur „Wachstumsbeschleunigung“ verklärten. Tatsächlich werden die erlassenen Steuermilliarden vor allem Hotelbesitzern, reichen Erben und Kapitalbesitzern zugutekommen, also nur solchen Leuten, die auch bei steigenden Nettoeinkommen ihren Konsum kaum noch steigern werden. Selbst der höhere Kinderfreibetrag nutzt überwiegend den Besserverdienenden, während arme Familien leer ausgehen. Und die Behauptung, die nun schon fünfte Senkung der Unternehmens- und Gewinnsteuern binnen eines Jahrzehnts werde zu höheren Investitionen führen, wird auch durch Wiederholung nicht wahrer. In Wahrheit gibt es keinerlei empirischen Beleg, dass Steuersenkungen jemals die wirtschaftliche Leistung erhöht hätten. Nachweisbar ist allerdings, dass die Ausdünnung der Staatseinnahmen zum Abbau der staatlichen Investitionen führt. Nicht zuletzt deshalb ist Deutschland bei den Bildungsausgaben im Vergleich der Wohlstandsländer der OECD inzwischen auf den drittletzten Platz abgerutscht.

Gleichzeitig erreicht die Verschuldung beängstigende Dimensionen. Allein mit den Zinsausgaben des Bundes könnten die Ausgaben für alle deutschen Universitäten mal eben verdreifacht werden. In dieser Lage weitere Steuersenkungen zu versprechen, ist schlicht verantwortungslos. Insofern tut Finanzminister Schäuble gut daran, dieses Ansinnen zurückzuweisen. Aber auch er spielt falsch, indem er jede Angabe verweigert, wie er ab nächstem Jahr die nun sogar per Grundgesetz vorgeschriebene Minderung des Defizits erreichen will. Sein Hinweis, dafür sei die Steuerschätzung im Mai abzuwarten, ist ebenso fahrlässig wie durchsichtig. Das Manöver soll lediglich den anstehenden Großkonflikt um die Haushaltssanierung auf die Zeit nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen verschieben.

Dabei ist aber längst klar, dass die Kanzlerin und ihr Finanzminister ihren staatszersetzenden Koalitionspartnern eine grundlegende Korrektur des Koalitionsvertrages werden abringen müssen. Das darin gegebene Versprechen, auch in der Krise die Steuern nicht zu erhöhen, ist nur haltbar, wenn die Zuschüsse zu den Sozial- und Krankenkassen in zweistelliger Milliardenhöhe gekürzt würden. Damit müssten aber gleichzeitig die Sozialbeiträge so drastisch steigen, dass die Regierung die ganze Republik gegen sich aufbringen würde. Nicht zufällig dringen daher sogar Unionspolitiker auf eine Finanztransaktionssteuer, wie sie die Globalisierungskritiker schon seit Jahren fordern. Würden dazu noch die Steuern auf Vermögen, Erbschaften und Grundbesitz nur auf das durchschnittliche Niveau der OECD-Staaten angehoben, kämen gut 30 Milliarden Euro mehr in die Staatskasse, und das ohne die Kaufkraft wesentlich zu mindern.

Wem das zu radikal erscheint, der sollte die Alternativen bedenken. Je größer das Zinsloch in den Staatsfinanzen wird, umso deutlicher klaffen Steuerlasten und die dafür erbrachten staatlichen Leistungen auseinander. Noch stehen die meisten Bürger zu diesem Staat. Aber wenn es nicht gelingt, die Zinslast wieder zu verringern, dann wird diese breite Zustimmung früher oder später in dieser Kluft verschwinden – und mit ihr die politische Stabilität des ganzen Landes.

Artikel von Tagesspiegel.de - Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12.01.2010)

Frühschoppen: Auswirkungen von Schwarz-Gelb

Veröffentlicht am 20. November 2009
Frühschoppen

Am Sonntag, den 29.11.09, findet um 11 Uhr in der Ständigen Vertretung, Stadthausbrücke 1-3, der bundespolitische Frühschoppen statt. Hier erhalten Sie die Chance Ihren Abgeordneten aus Hamburg-Mitte zu treffen und mit ihm bei Brötchen und Kaffee über die Auswirkungen einer Schwarz-Gelben Bundesregierung zu diskutieren. Zwei Monate nach der Bundestagswahl ist der Koalitionsvertrag geschrieben, die Regierung nach dem Berauschen am Wahlergebnis in der Wirklichkeit angekommen. Höchste Zeit genau hinzuschauen, wohin die Reise für Deutschland geht. Selbstverständlich haben Sie auch hier die Gelegenheit persönlich mit Johannes Kahrs ins Gespräch zu kommen.

Anmeldungen gern im Wahlkreisbüro unter Tel. 280 555 55 oder per E-Mail an johannes@kahrs.de

Fehlstart der schwarz-gelben Koalition

Veröffentlicht am 28. Oktober 2009
Blick in den Plenarsaal

Heute ist im Deutschen Bundestag Angela Merkel zur Bundeskanzlerin gewählt worden. Allerdings nicht so deutlich, wie sie sich das gewünscht hatte. Neun Abgeordnete aus der schwarz-gelben Regierungskoalition stimmten gegen sie. Vermutlich haben diese Abgeordneten erkannt, dass der eigene Koalitionsvertrag nur ein paar wenigen Bürgern hilft, aber vielen Menschen schadet.

Noch nie war eine Koalition so schlecht auf das Regieren vorbereitet als FDP und Union. Bei vielen Themen schafft der Koalitionsvertrag mehr Unsicherheit und vertagt grundlegende Richtungsentscheidungen. Frank-Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, nennt dies einen „grandiosen Fehlstart“: „Für die Menschen wird nichts besser, aber vieles teurer.“

So werden wichtige Entscheidungen zur Reform im Gesundheitswesen, zur Arbeitsvermittlung und zur Finanzausstattung des Bundes vertagt, da sich Union und FDP auf keine gemeinsame Linie einigen konnten. Ebenso steht der Erhalt der Mindestlöhne auf dem Prüfstand, eine Abschaffung ist wahrscheinlich. Die Entscheidungen, die im Koalitionsvertrag festgeschrieben sind geben ebenfalls keinen Anlass zur Freude. Die Klientel der Regierungsparteien, also Ärzte, Bauern, Hotelbesitzer und Erben von Unternehmen werden künftig finanziell entlastet. Der höhere Kinderfreibetrag hilft nur Eltern mit höheren Einkommen. Von den Steuersenkungsplänen der schwarz-gelben Koalition profitieren nur Besserverdiener. Menschen mit geringem Einkommen gehen leer aus – für sie bleibt am Ende weniger Netto vom Brutto.

Die Bürgerinnen und Bürger fragen sich zu Recht: „Wer bezahlt die Steuergeschenke für Besserverdienende?“. Die Antwort ist einfach: Die schwarz-gelbe Regierung steuert die Bundesrepublik Deutschland weiter in Richtung Schuldenstaat. Die Rechnung dafür zahlen die kommenden Generationen. Selbst der neue Finanzminister Wolfgang Schäuble hat seine Zweifel angemeldet, ob Merkels Steuerpläne finanzierbar sind.

Die SPD wird dieser unsozialen und unseriösen Politik selbstbewusst und konstruktiv unsere besseren Alternativen entgegensetzen. Unser Wahlprogramm und der Deutschlandplan zeigen die deutlich besseren Alternativen auf und bilden die Grundlage unserer Oppositionsarbeit der nächsten vier Jahre.
Die Mitteilung der SPD-Bundestagsfraktion zum Fehlstart von Schwarz-Gelb finden Sie hier.

Bild: RS-Foto Flickr

Schiffsfinanzierung der HSH Nordbank

Veröffentlicht am 1. September 2009

hamburg-hafen

Schiffsfinanzierung der HSH: Politik von Freytag und Peiner führt weiter in die Katastrophe!

Zu der mangelhaften Risikovorsorge im Bereich Schiffsfinanzierung bei der HSH Nordbank:

Der HSH Nordbank droht neues Unheil. Die Risikovorsorge beim Schiffsmarkt ist viel zu niedrig, in der Krise drohen Milliardenverluste. Ex-Finanzsenator Peiner und Finanzsenator Freytag haben das weder vorausgesehen noch etwas getan, um das zu ändern.

Die internationalen Schifffahrtsmärkte erleben eine der größten Krisen der letzten Jahrzehnte. Die Charterraten decken derzeit noch nicht einmal die Betriebskosten der Schiffe. Gleichzeitig erhöht sich der Bestand an Containerschiffen kurzfristig durch Neubauaufträge um bis zu 40%. Schon heute haben rund 500 Containerschiffe weltweit keine Beschäftigung.

Die HSH Nordbank als weltgrößter Schiffsfinanzierer mit einem Schiffskreditportfolio iHv 33 Milliarden Euro (das Dreifache des Hamburger Landeshaushaltes) ist unmittelbar von der Krise betroffen:
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