Klientelpolitik für Vermieter: FDP will Kündigungsfristen für Vermieter ändern
Zu den Plänen der FDP, die Kündigungsfristen von Mietern und Vermietern anzugleichen erklärt der SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs:
Das wundert mich nicht. Die FDP tut jetzt das, was alle die sehen wollten und konnten ihr schon immer zugetraut haben. Sie setzt für ihre Klientel eine Maßnahme nach der anderen um. Nachdem bereits Hoteliers und reiche Erben aus den Mitteln des Bundes bedient werden sollen, sind jetzt halt die Besitzer von Häusern und Wohneigentum dran.
Die Sicherheit, die unter der rot-grünen Regierung für Mieter geschaffen wurde, soll hier mit einem Federstrich beseitigt werden. In Zukunft wird damit für die meisten Mieter wieder ein Stück mehr Unsicherheit und Willkür in das Verhältnis zum Vermieter einziehen. Die soziale Kahlschlag-Politik der neuen Regierung nimmt damit Stück für Stück Konturen an. Ich teile die Meinung des Deutschen Mieterbundes, dass diese Änderungen unsozial und überflüssig sind.
Erstaunlich bei all diesen Maßnahmen ist für mich nur, dass sich die FDP nicht selbst eine gewisse Schamfrist auferlegt hat, sondern kaum vier Wochen im Amt fleißig alle Vorurteile über sie bestätigt.
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Bild: Flickr Don Nunn







