Girls’Day 2010 in Berlin

Veröffentlicht am 22. April 2010

Zum zehnten Mal fand dieses Jahr der bundesweite Girls’Day statt. Dieser Tag verfolgt das Ziel, Mädchen für Berufe zu begeistern, in denen Frauen normalerweise eher unterrepräsentiert sind. Wie zum Beispiel in der Politik. Doch die SPD tut viel dafür, dass sich mehr Frauen politisch engagieren und die oft so triste Männerwelt der Politik mit ihren Ideen und Gedanken bereichern. Damit sich junge Mädchen für den Beruf einer Politikerin begeistern, haben wir als SPD-Bundestagsfraktion auch dieses Jahr wieder 70 Mädchen aus ganz Deutschland nach Berlin zum Girls’Day 2010 in den Bundestag geschickt.
Auch Hamburg-Mitte war natürlich dabei! Mit Tabea habe ich eine junge Schülerin aus Hamburg-Horn nach Berlin geschickt, um ihr die Möglichkeit zu geben, mich einen Tag bei meiner Arbeit zu begleiten und zu erleben, wie Politik funktioniert und was es bedeutet Politik zu machen.
Das Girls’Day Programm konnte sich auch dieses Jahr wieder sehen lassen. Der Tag begann mit einem Frühstück, begleitet von Fraktionschef Dr. Frank-Walter Steinmeier und den Abgeordneten. Anschließend hatte Tabea die Gelegenheit mir ein paar Stunden bei meiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Vor dem Mittagessen hatte sie dann noch das Glück auf der Besuchertribüne einer Debatte im Plenarsaal zu folgen. Das Nachmittagsprogramm beinhaltete ein Planspiel, bei dem die Mädchen einen Gesetzentwurf zum Thema „Wählen ab 16“ ausarbeiten und diskutieren mussten. Abgerundet wurde der Tag mit einem Vortrag zum Thema „Politik als Beruf – Beschäftigungsperspektiven in der Politik“ und vieler Informationsvorträgen über die zahlreichen Wege, die Frauen in Politik und Verwaltung gehen können.
Der Girls’Day leistet einen guten und wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben. Ich bin mir sicher, dass wir einige der Mädchen bald wieder sehen werden – als wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Abgeordneten, im Fraktionsbüro oder sogar selbst als Politikerinnen.
Ich freue mich darauf, auch nächstes Jahr wieder einem Mädchen den Einblick in die Berliner Politik zu ermöglichen!

Girls’Day im Hamburger Büro

Veröffentlicht am 22. April 2010

Die beiden Siebtklässlerinnen Fiona und Emily vom Albrecht-Thear-Gymnasium haben heute einen Tag in unserem Hamburger Büro verbracht, hier ihr Bericht:

Der 22.04.2010 war ein spannender Tag für uns, denn wir waren im Büro von Johannes Kahrs. Wir haben sehr viel gelernt, z.B. etwas über die Politik und vor allem über den Bundestag. Wir lernten schwierige Begiffe kennen, als Beispiel: Koalition, Fraktion und Hammelsprung. Wir mussten auch im Internet recherchieren und verschiedene Meinungsbilder zum Thema ,,Schulreform“ erstellen. Obwohl im Büro viel los war, bekamen wir viele interessante Aufgaben zu bearbeiten. Aus unserer Sicht kann man ein Praktikum im Büro Kahrs absolut empfehlen.

Fiona Klusmann & Emily Steinbiß

Ich kann Kanzler!

Veröffentlicht am 27. Januar 2010

Bürgerschaft 038Unser 14-jähriger Praktikant Nicholas hatte die Aufgabe eine Kanzlerkandidatenrede zu schreiben. Wir fanden das Ergebnis so interessant, dass wir es Ihnen nicht vorenthalten möchten. Und würden Sie Nicholas wählen?

Liebe Wählerinnen und Wähler, Weiterlesen »

Absolut fleckenfrei, versteht sich!

Veröffentlicht am 23. Januar 2010
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Gewehrt hat er sich bis zum Schluss – doch letztlich konnte sich der verblichene und zerschlissene Altteppich dem Sachzwang der optischen Büroaufwertung, erbarmungslos durchgeführt mit scharfen Teppichmessern und kräftigen Händen, nicht wirkungsvoll widersetzen. Jetzt erinnert nichts mehr daran, dass dem Büro sein langes Bestehen einst bereits durch einen kurzen Blick auf den Fußboden angemerkt werden konnte und jedem eifrigen Spurenleser die alltäglichen Pfade der Belegschaft offenkundig wurden.

Der Neue markierte sein neues Revier sogleich mit der typischen Duftnote jungfräulichen Teppichbodens, wie sie der leidgeplagte Hobbyheimwerker aus den einschlägigen Abteilungen eines jeden Baumarkts kennt und stets mit einem empfindlichen Loch in der eigenen Geldbörse zu assoziieren vermag.

Natürlich hat ihn die Chefin erst einmal standesgemäß mit einem Kaffeeklecks begrüßt… nein, hat sie natürlich nicht, aber sollte in den nächsten Tagen und Wochen irgendjemanden geben, der selbiges tatsächlich wagt, gibt es Tote. Absolut fleckenfrei, versteht sich! Schließlich soll dem neuen Bürofundament ja das düstere Schicksal seines Vorgängers erspart blieben.

Abtritt eines Veteranen

Veröffentlicht am 15. Januar 2010

IMG_2227-kleinEr hat viel gesehen. Er hat viel gespürt. Er hat viel ertragen. Jetzt muss er gehen – endgültig.
Nein, die Rede ist nicht etwa von einem überarbeiteten Dauerpraktikanten, sondern von der treuesten, langjährigsten, stoischsten und vermutlich am häufigsten übersehenen Komponente im Büro, und das, obwohl er neben dem größten Volumen (zusammengerollt) und dem am stärksten in die Wage fallenden Gewicht aller Gegenstände unseres Arbeitsalltags, zudem eine fast zwingende Omnipräsenz aufweisen kann: der Teppich.
Gänzlich unbemerkt verlief die kärgliche Existenz des fusseligen Genossen, war er doch dafür bestimmt, ohne ein Wort des Protests brachiales Schuhwerk in ausgewachsener Kompaniestärke auf sich herum trampeln zu lassen oder als Auffangbecken für missglückte Kleisterexperimente, hastige Kaffeeevakuierungen oder flüssiges Juso-Partyzubehör zu fungieren. All jene zahlreichen Schichten, die er als unfreiwilliger Archivar vergangenen Malheurs auf seinem Leidensweg erwarb, erzählen von der Geschichte des Büros und seiner Teilzeitbewohner wie die Jahresringe eines alten Baumes (ohne dabei jedoch – wie manch taktvoller Historiker – die schmutzigen Details mit dem Mantel des Vergessens zu überdecken).
Erst der mit geradezu fanatischer Entschlossenheit durchexerzierte Modernisierungs- und Verbesserungsdrang der Büroleitung ließ Hoffnung aufkeimen – nachdem Wände bereits in frisches, gar strahlendes weiß gehüllt worden waren, schien der Moment nahe, in dem sich auch des bemitleidenswerten Zustandes der Bürounterseite erbarmt werden sollte. Die Schwierigkeiten bei der Identifizierung der ursprünglichen Teppichfarbe dürften einen diesbezüglichen Entschluss in gebotener Eile sehr begünstigt haben.
Nun ist es also soweit und der letzte Auftritt des Alltagshelden gestaltet sich in Form eines kleinen Dramas, dessen hilf- und wehrloser Protagonist von rauen Händen lieblos aus dem Boden gerissen wird und in handlichen Portionen seiner baldigen Endverwertung harrt – der mit jungfräulicher Sauberkeit glänzende Nachfolger nimmt schnörkellos seinen Platz ein. Seiner historischen Verpflichtung ist er sich noch nicht bewusst.
Wir werden ihn vermissen, den alten Teppich. Ab jetzt müssen wir nämlich unsere Füße abtreten – oder die Kunst schnell, aber angemessen zerknirscht vorgetragener Entschuldigungen im Angesicht einer erbosten Chefin perfektionieren.

Mein Praktikum bei Johannes Kahrs

Veröffentlicht am 14. Januar 2010
lukas

Seit knapp einem Jahr bin ich Mitglied der SPD und der Jusos. Daher hatte ich mich für ein Schülerpraktikum in den ersten beiden Januarwochen 2010 im Wahlkreisbüro von Johannes Kahrs beworben. Als ich dann am 04.01. zu meinem ersten Tag im Wahlkreisbüro aufbrach, war ich sehr gespannt darauf, was mich erwarten würde, da ich mir bis dahin nicht wirklich vorstellen konnte, welche Arbeiten ein Wahlkreisbüro erledigt.

Sofort wurde ich von den Mitarbeitern aufgenommen und in ihre Arbeit mit eingebunden. Alle waren sehr offen und freundlich, so dass ich mich von Anfang an sehr Wohl gefühlt habe. Meine Aufgabenfelder waren weit gestreut, so habe ich einige Briefe geschrieben, viel Recherche betrieben und Pressemitteilungen verfasst. Ein anderer Schwerpunkt während meines Praktikums lag bei der inhaltlichen Erarbeitung einiger politischen Themen, das Schreiben eines Positionspapiers zum Thema “Rente mit 67″ fand ich sehr interessant und hat mir viel Spaß gemacht. Auch die Arbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern konnte ich bei einigen Veranstaltungen mit Johannes Kahrs live erleben, z.B. bei einem Bundespolitischen Frühschoppen.

Zu meiner Freude wurde auf typische Praktikantenbeschäftigungen wie etwa Kopieren oder Kaffee kochen vollständig verzichtet. Das Praktikum hat mir wirklich sehr gefallen, denn nun habe ich einen kleinen Eindruck davon, wie ein Bundestagsabgeordneter und sein Wahlkreisbüro arbeiten.

Ich kann nur jedem empfehlen hier auch einmal reinzuschnuppern.

Von Lukas Rosenkranz, Schüler des Gymnasium Oberalster