P R E S S E M I T T E I L U N G

hamburgfarpm3

Johannes Kahrs, MdB, Beauftragter der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen, erklärt zur Piusbruderschaft, die homosexuelle Menschen mit Nazis gleichstellt:

Die jüngsten Äußerungen der Piusbruderschaft sind unchristlich und abscheulich. Friedliche CSD-Paraden mit Aufmärschen der Nationalsozialisten zu vergleichen, zeugt von historischer Unkenntnis und von der bösartigen Einstellung dieser Gruppierung.

Homosexuelle gehörten zu den Minderheiten, die von den Nazis erbarmungslos verfolgt und ermordet wurden. Es verhöhnt die Opfer, sie im Nachhinein mit ihren Mördern gleichzustellen. Daneben beleidigen die Piusbrüder Homosexuelle als pervers und diffamieren die Demonstrationen zum CSD als „Propagierung sodomistischer Unzucht“.

Gleichzeitig würdigt die Piusbruderschaft auch noch jene Katholiken, die tatsächlich Widerstand gegen die Nazis geleistet haben, herab. Die Bruderschaft maßt sich an, einen Aufruf in ihrem Mitteilungsblatt auf eine Stufe mit dem mutigen, oft genug mit dem Leben bezahlten Kampf katholischer Widerständler zu stellen.

Es kann daher auch nicht im Interesse der Katholischen Kirche sein, die Entgleisungen der Piusbrüder unwidersprochen zu lassen. Ich begrüße es, dass sich die Diözese Rottenburg-Stuttgart bereits von den Äußerungen distanziert hat. Ich fordere dennoch kirchenrechtliche Konsequenzen gegen die gottlob auch in der Kirche weitgehend isolierte Splittergruppe. Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit übelste Hetze gegen engagierte Bürgerinnen und Bürger betrieben wird.

Pressemitteilung als pdf zum Download

Für Rückfragen: Johannes Kahrs, MdB, Tel.: 0177 – 250 50 50


Kommentar hinterlassen