Radikale Erneuerungsprozesse bringen nur etwas, wenn man sie nicht überstürzt. Auch sollte es bei einer Trennung zwischen dem Partei- und dem Fraktionsvorsitz bleiben. Übereilte Rücktrittsforderungen sind nun nicht angebracht.
Johannes Kahrs im Interview mit dem Deutschlandradio:
Dirk Müller: Mitgehört hat Johannes Kahrs, Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD. Guten Morgen!
Johannes Kahrs: Einen wunderschönen guten Morgen!
Müller: Herr Kahrs, wählen Sie heute Frank-Walter Steinmeier?
Kahrs: Selbstverständlich!
Müller: Weil er so gut war?
Kahrs: Weil ich Frank-Walter Steinmeier schätze. Er war ein guter Spitzenkandidat. Ich glaube, dass er einen fulminanten Wahlkampf gemacht hat, und ich glaube, dass er deswegen auch einen hervorragenden Fraktionsvorsitzenden abgibt.
Müller: Warum, Herr Kahrs, ist es ein guter Spitzenkandidat, wenn er 23 Prozent für die SPD holt?
Kahrs: Weil er in einer Situation gestartet ist, die nicht einfach war, weil er es geschafft hat, die Partei zu schließen, hinter sich zu vereinigen, und weil wir einen Wahlkampf gemacht haben, in dem sich die ganze Partei wiedergefunden hat, wo wir aber leider nicht das Ergebnis bekommen haben, das wir gerne gehabt hätten.
Müller: Kurt Beck hatte bessere Umfragewerte.






